Vis-à-vis 2008

Regional – International

Künstler vor Ort: Tobias Krug, Alexander Ewgraf, Karl Witti
Internationale Gäste: Robert Motherwell, Sigmar Polke, Bernd Zimmer

Eresing ist ein beschauliches Dorf mit historischem Wirtshaus und Barockkirche, welche die Handschrift von Dominikus Zimmermann, dem Architekten der Wieskirche, trägt. Einen Spazierweg entfernt liegt das Benediktiner-Kloster St. Ottilien und ein Fahrradweg führt zum S-Bahnhof Geltendorf. München ist fern, aber der Ammersee ist nah und lockt mit einem mannigfaltigen Angebot an Kultur, Geschichte und romantischen Uferwegen. In diesem Dorf, in unmittelbarer Nähe des Maibaums, wohnen und arbeiten drei Künstler vis-à-vis: Tobias Krug, Alexander Ewgraf, Karl Witti. Letztes Jahr luden sie ein zu einer Ausstellung mit über 50 Arbeiten, die abstrakte mit realistischer Kunst konfrontierte. Dieses Jahr ist das Thema eine Gegenüberstellung von internationaler und regionaler Kunst.

Internationale Kunst vertreten drei Künstler, welche die letzten 50 Jahre maßgeblich beeinflusst haben. Eine graphische Sequenz mit reduziertem gestischen Duktus des Amerikaners Robert Motherwell (1915-1991) charakterisieren ihn als einer der Hauptrepräsentanten des „Abstrakten Expressionismus“, der u.a. mit Jackson Pollock und Frank Stella den Kunststil der 1950er Jahre bestimmte. Sigmar Polke (*1942), neben Gerhard Richter eines der wichtigsten Gegenwartskünstler in Deutschland, ist mit einem spannenden 6-teiligen Werkzyklus vertreten, der seine ironisierende Bild-, Text- und Materialsprache zum Ausdruck bringt (Edition Griffelkunst). Bernd Zimmer (*1948) lebt im benachbarten Landkreis Weilheim und gehört zur Gruppe der „Heftigen Malerei“, die Anfang der 1980er Jahre für eine Aufbruchstimmung in der Kunst sorgte. Bei Vis-à-vis zeigt er ein farbenprächtiges Landschaftsmotiv sowohl in Acryl als auch als Holzschnitt ausgeführt.

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Einladung VAV2

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Aussteller VAV2

  1. Motherwell Robert
  2. Polke Sigmar
  3. Zimmer Bernd
  4. Witti Karl
  5. Ewgraf Alexander
  6. Krug Tobias

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Engel, sphärische Klänge und Gedanken

Von Gudrun Szczepanek

Landsberg
Seit jeher macht Kunst Unsichtbares und Hintergründiges sichtbar. Zugleich zieht sie den Betrachter in einen Dialog über Inhalte und Deutungen. In Eresing hat sich in den letzten Jahren eine aktive Kunstszene formiert, die kaum zu überbieten ist. Nicht nur, dass sich eine Gemeinde hinter ihre Künstler stellt und sie aktiv durch Sponsoring und Bereitstellung entsprechender Räume unterstützt. Nein, auch die Künstler selbst zeigen wieder einmal ihren hohen künstlerischen Anspruch.

Mit der diesjährigen Ausstellung „Regional/International“ messen sie sich mit international anerkannten Künstlern. So ist im Erdgeschoss Robert Motherwell, einer der Hauptvertreter des abstrakten Expressionismus in den USA, mit mehreren Lithographien vertreten. Den gestisch starken Arbeiten sind weite, atmosphärische Landschaftsbilder in Farbholzschnitten und Acryl von Bernd Zimmer gegenübergestellt.
Im Obergeschoss begegnet uns schließlich Sigmar Polke mit einem 6-teiligen Graphikzyklus, der ironisierend und witzig mit Worten, Materialien und Bildern spielt. Von Polke kommt man direkt zu Karl Witti, nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich. Denn er spielt mit der ihm eigenen graphischen Raffinesse mit Bedeutungen und Vieldeutigkeiten. Die neue Reihe „Verworfenesundliegengelassenes“ zeigt in naturalistischer Altmeistermanier Pflanzenfragmente, die mit Figuren und zeichenhaften Dingen in Collagetechnik zu neuen Inhalten führen. Diese Hintergründigkeit ist typisch für den Künstler und lässt auch vor der Reihe der Engel unendlich Stoff für Diskussionen. Diese Engel basieren auf einer großen Bewunderung für die Gotik und die italienische Renaissancemalerei. Auch die Engel in Eresing sind geistiger Natur, doch bekommen sie durch die Szenarien, in denen sie agieren, zugleich eine albtraumhafte Präsenz.
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2. Eresinger Künstlertreff

2. Eresinger Künstlertreff / 4. – 12. Oktober 2008
Im Vis-à-vis Atelier, Kirchstr. 4, 86922 Eresing
Projekt: Kunst im ländlichen Raum

Künstler vor Ort: Tobias Krug, Alexander Ewgraf, Karl Witti
Internationale Gäste: Robert Motherwell, Sigmar Polke, Bernd Zimmer

Eresing ist ein beschauliches Dorf mit historischem Wirtshaus und Barockkirche, welche die Handschrift von Dominikus Zimmermann, dem Architekten der Wieskirche, trägt. Einen Spazierweg entfernt liegt das Benediktiner-Kloster St. Ottilien und ein Fahrradweg führt zum S-Bahnhof Geltendorf. München ist fern, aber der Ammersee ist nah und lockt mit einem mannigfaltigen Angebot an Kultur, Geschichte und romantischen Uferwegen.

In diesem Dorf, in unmittelbarer Nähe des Maibaums, wohnen und arbeiten drei Künstler Vis-à-vis: Tobias Krug, Alexander Ewgraf, Karl Witti. Letztes Jahr luden sie ein zu einer Ausstellung mit über 50 Arbeiten, die abstrakte mit realistischer Kunst konfrontierte. Dieses Jahr ist das Thema eine Gegenüberstellung von internationaler und regionaler Kunst.

Internationale Kunst vertreten drei Künstler, welche die letzten 50 Jahre maßgeblich beeinflusst haben. Eine graphische Sequenz mit reduziertem gestischen Duktus des Amerikaners Robert Motherwell (1915-1991) charakterisieren ihn als einer der Hauptrepräsentanten des „Abstrakten Expressionismus“, der u.a. mit Jackson Pollock und Frank Stella den Kunststil der 1950er Jahre bestimmte. Sigmar Polke (*1942), neben Gerhard Richter eines der wichtigsten Gegenwartskünstler in Deutschland, ist mit einem spannenden 6-teiligen Werkzyklus vertreten, der seine ironisierende Bild-, Text- und Materialsprache zum Ausdruck bringt (Edition Griffelkunst). Bernd Zimmer (*1948) lebt im benachbarten Landkreis Weilheim und gehört zur Gruppe der „Heftigen Malerei“, die Anfang der 1980er Jahre für eine Aufbruchstimmung in der Kunst sorgte. Bei Vis-à-vis zeigt er ein farbenprächtiges Landschaftsmotiv sowohl in Acryl als auch als Holzschnitt ausgeführt.
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Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Dr. Thomas Goppel, bei der Eröffnung der Ausstellung „Vis-à-vis 2008“ am 4. Oktober 2008 in Eresing.

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.“ Mit diesen Worten hat Johann Wolfgang von Goethe das Wesen der Kunst vortrefflich beschrieben. Kunst ist in der Lage, das zum Ausdruck zu bringen, was der Mensch oft nicht in Worte zu fassen vermag. Sie vermittelt die innerste Gefühls- und Gedankenwelt des Künstlers und lässt uns als Betrachter daran teilhaben. Aber nicht nur das: Die Sprache der Kunst ist universell und erlaubt somit den Austausch und die Begegnung über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Eine solche „grenzenlose“ Begegnung findet heute hier in Eresing statt: Sechs Künstlerinnen und Künstler, die in den verschiedensten Regionen der Welt beheimatet sind oder waren, treffen sich zur Ausstellung „Vis-à-vis 2008“. Dazu darf ich Sie alle recht herzlich begrüßen!
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Foto VAV2

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Plakat VAV2

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